Was uns verbindet

Der Runde Tisch Trittau versteht sich als ein offenes Bündnis, in dem Menschen verschiedener Herkunft und Weltanschauung willkommen sind.

Uns verbindet die Überzeugung, dass das Leben in einer Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Sie muss mit Leben gefüllt und aktiv gestaltet werden.

Alle Mitglieder des Runden Tisches Trittau eint die Sorge vor einer Radikalisierung der Gesellschaft angesichts zunehmender rassistischer, antisemitischer und sexistischer Gewalt. Dazu gehört auch populistisches Agieren und immer selbstverständlicher werdende extreme und extremistische Positionen bis weit in das Lager demokratischer Parteien hinein.

Ehemals unerschütterliche Grenzen des Sagbaren werden mehr und mehr dem vermeintlichen, kurzfristigen politischen Erfolg geopfert. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen und diskriminierenden, antidemokratischen und extremistischen Bestrebungen entgegentreten.

Gemeinsame Basis sind das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und das unteilbare Bekenntnis zu der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.


Wie alles begann

In Erinnerung an den 79. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ruft eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt! Trittau ist Vielfalt – Trittau ist bunt“ im Januar 2024 zur Teilnahme an einer Demonstration auf dem Trittauer Europaplatz auf.

Aus dieser Initiative heraus entsteht der Runde Tisch Trittau mit dem Ziel, das hier entstandene Engagement fortzusetzen.


Anlass für das Zusammenkommen ist das geheime Treffen von Mitgliedern einer in Teilen als rechtsextrem eingestuften Partei und gesichert Rechtsextremen, das durch eine Recherche des Medienhauses „Correctiv“ bekannt geworden ist. 

„Die Erkenntnis, dass diese Gruppe Millionen Menschen vertreiben und abschieben möchte, treibt seit knapp zwei Wochen immer mehr Menschen auf die Straßen, um sich für mehr Toleranz und eine freie, demokratische Gesellschaft stark zu machen“, sagt Durmis Özen. Er brachte als Ortsvereinsvorsitzender der SPD-Lütjensee die Demonstration für das Amt Trittau ins Rollen. „Wir waren uns ganz schnell einig, dass alle Parteien der Trittauer Gemeindevertretung diese Idee unterstützen und ganz schnell entwickelte sich daraus ein Bündnis, das weit über die politischen Parteien im Amt Trittau hinausgeht“, erklärt Lars Ryll (CDU), der als Bürgervorsteher der Gemeinde Trittau bei der Planung und Organisation dabei ist.

„Wir müssen klare Kante zeigen und uns den Rechtsextremen und den Faschisten entgegenstellen“, sagt Mitorganisatorin Kerstin Kuhlmann-Schultz vom Bündnis 90/Die Grünen Trittau. „Ich möchte weiter in einem demokratischen, bunten Land leben. So wie die meisten Menschen.“ 

Zahlreiche Glaubensgemeinschaften, Verbände, Organisationen und Vereine aus dem Amt Trittau haben sich dem Bündnis „Trittau ist Vielfalt – Trittau ist bunt“ angeschlossen, um sich für eine freie und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Der Runde Tisch Trittau ist also das offene und aktive Gremium, in dem Bürgerinnen und Bürger mitgestalten und mitarbeiten und für eine freie, offene und demokratische Gesellschaft eintreten können.